"Daniel", hilf mir!
Dezember 2010

Was erwarten wir von unserem heiligen Schutzengel? Ja, wir glauben, dass er an unserer Seite ist, uns aufmerksam macht und wir mit seiner Hilfe rechnen können. Doch rechnen wir wirklich mit seinem Eingreifen? Kathi aus Deutschland hat uns eine wunderbare Begebenheit aufgeschrieben, die sie in diesem Jahr erfahren durfte. Für uns alle Ansporn, Ermutigung und "gute Nachricht":

Über Fronleichnam war ich in Ars - es war unglaublich... voller Wunder und Überraschungen!

Es sollte Donnerstagmorgen losgehen. Mein Zug ging um 6:49 Uhr nach Karlsruhe. Dort wollten wir uns zur Hl. Messe und Prozession treffen. Ich hatte extra bei einer Freundin übernachtet, die es weniger weit zum Bahnhof hat. Am Abend hatten wir alles geklärt: ich hatte den Schlüssel von ihrem Fahrrad, mit dem ich am Morgen zum Bahnhof fahren wollte.

Ich stand also am Morgen auf, machte mir noch ein paar Brötchen für unterwegs und ging dann runter, um das Rad zu holen, das ich im Flur vermutete. Aber da war kein Rad. Jana, so heißt die Freundin, hatte vergessen, mir den Schlüssel zum Hinterhof zu geben, wo das Rad stand.

Um 6:40 Uhr stand ich also rat- und radlos vor der Tür, an der Straße. Um 6:42 Uhr immer noch - nachdem Jana nicht an ihr Handy ging. Zu Fuß hätte ich mindestens 10 Minuten gebraucht - es war also (quasi) aussichtslos.

Da wurde ich etwas energischer mit meinem Schutzengel und rief innerlich laut: "DA-NI-EL! (Ich habe ihn schon vor Jahren so genannt.) Organisier mir was! Hilf mir!"

Und auf der Straße war nichts los. In der ganzen Zeit war ein Typ zu Fuß über die Straße gegangen und ein Mädel mit dem Rad vorbeigefahren. Ansonsten: niemand!

Auf einmal höre ich ein Auto - juhuuuu! - es kommt näher und näher und ich sehe: ein Taxi! - GOTT sei Dank!

Ich also hin, über die Baustelle, zum Bahnhof, dort war ich um 6:46 Uhr. Um 6:48 Uhr stand ich am Gleis und musste sogar noch auf meinen Zug warten - der allerdings keine Verspätung hatte! Halleluja! Erleichterung, Freude... Dieser Start war verheißungsvoll ... und genauso waren dann auch die Tage in Ars.