Christus in
den Sakramenten begegnen
September 2004
Vor der Himmelfahrt ermutigte der auferstandene Herr Jesus
Christus die Apostel mit den Worten: „Ich bin bei euch alle
Tage bis zum Ende der Welt.“ ( Mt 28,20)
Dieses Versprechen verwirklicht der Herr besonders durch
die Gegenwart in den Sakramenten. Christus hat sie
eingesetzt und der Kirche anvertraut, um uns durch diese
wirksamen Zeichen das göttliche Leben zu spenden
(vgl. KKK
1131). Gott Vater
hat Seinen Sohn gesandt, um der Welt das Heil zu bringen.
Das ganze Leben Jesu, Sein Opfertod und Seine Auferstehung,
sind darauf hingeordnet und bilden die Grundlage für die
Gnaden, die uns durch die Sakramente der Kirche zufließen.
Christus hat diese Heilssendung den Aposteln anvertraut,
und diese wiederum ihren Nachfolgern (vgl.
KKK
1120). Sie erhalten
im Sakrament der Weihe den Geist Jesu, um in Seinem Namen
und in Seiner Person zu handeln. „Die im Glauben würdig
gefeierten Sakramente verleihen die Gnade, die sie
bezeichnen. Sie sind wirksam,
denn in ihnen ist Christus
selbst am Werk: Er selbst tauft, Er selbst
handelt in Seinen Sakramenten, um die Gnade mitzuteilen,
die das Sakrament bezeichnet.“ (KKK
1127) Eine
besondere Form der Gegenwart finden wir im Sakrament der
heiligsten Eucharistie, denn in ihr ist Christus
wahrhaft,
wirklich und substanzhaft gegenwärtig.
Der Empfang eines Sakramentes ist eine persönliche
Begegnung eines Menschen mit Christus.
Für den gültigen Empfang des Sakramentes ist von Seiten des
Empfängers ein Minimum gefordert: es genügt, wenn die
Person willentlich den Ritus an sich vollziehen lässt. Zu
einem würdigen und fruchtbaren Kommunionempfang gehört
jedoch mehr. Wir sollen ganz offen sein für das
Gnadenwirken und das Sakrament bewusst und mit Liebe zu
Gott empfangen. Nur wenn wir dem Gnadenwirken Christi kein
Hindernis entgegensetzen und Ihn wirken lassen, kann es zu
einer personalen Begegnung mit Christus kommen. Frucht des
Sakramentenempfangs ist die Mitteilung oder Vermehrung der
heiligmachenden Gnade. Ferner werden uns die besonderen
Gnaden, die mit dem Sakrament verbunden sind, und die
helfenden Gnaden zuteil. So verleiht z. B. das Sakrament
der Firmung ein Anrecht auf die helfende Gnade des
übernatürlichen Starkmutes, um unseren Glauben in der Welt
zu bekennen.
Zusammenfassend können wir sagen: Die Frucht des
sakramentalen Lebens „besteht für jeden Gläubigen darin,
dass er in Jesus Christus für Gott lebt.“ (
KKK
1134)