Christus und
die Kranken – die Krankensalbung
Dezember 2006
„Krankheit und Leiden gehören von jeher zu den schwersten
Prüfungen im Leben des Menschen. In der Krankheit erfährt
der Mensch seine Ohnmacht, seine Grenzen und seine
Endlichkeit. Jede Krankheit kann uns den Tod erahnen
lassen.
Krankheit kann zu Angst, zum Rückzug auf sich selbst,
zuweilen sogar zu Verzweiflung und zu Auflehnung gegen Gott
führen. Sie kann aber auch den Menschen reifer machen, ihm
den Blick dafür öffnen, was in seinem Leben unwesentlich
ist, so dass er sich dem Wesentlichen zuwendet. Sehr oft
führt Krankheit zur Suche nach Gott, zur Rückkehr zu ihm.“
(KKK
1500f.)
„Der Prophet Jesaja sieht voraus, dass das Leiden auch den
Sinn einer Sühne für die Sünden anderer haben kann
(vgl. Jes
53,11). Er kündigt
an, dass Gott für Zion eine Zeit herbeiführen wird, in der
er jedes Vergehen vergeben und jede Krankheit heilen wird
(vgl. Jes
33,24) .“
(KKK
1502)
„Das Mitleid Christi mit den Kranken und Seine Heilungen
von Krankheiten jeder Art sind ein offensichtliches Zeichen
dafür, dass ‚ Gott ... sich Seines Volkes angenommen‘ hat
(Lk 7,16) und dass das Reich Gottes
ganz nahe ist. Jesus hat die Macht, nicht nur zu heilen,
sondern auch Sünden zu vergeben. . Er ist gekommen, den
ganzen Menschen – Seele und Leib – zu heilen. Er ist der
Arzt, den die Kranken nötig haben (vgl. Mk 2,17) . Sein Mitleid mit allen
Leidenden geht so weit, dass Er sich mit ihnen
identifiziert: ‚Ich war krank, und ihr habt mich besucht‘
(Mt 25,36). “ (KKK
1503)
„Oft verlangt Jesus von den Kranken, dass sie glauben. Er
verwendet Zeichen, um zu heilen: Speichel und
Handauflegung, ... Die Kranken suchen, Ihn zu berühren,
„denn es ging eine Kraft von Ihm aus, die alle heilte“
(Lk 6,19) . In den Sakramenten
fährt Christus fort, uns zu „berühren“, um uns zu heilen.“
(KKK
1504) „Durch Sein
Leiden und Seinen Tod am Kreuz hat Christus dem Leiden
einen neuen Sinn gegeben: es kann uns nun Ihm
gleichgestalten und uns mit Seinem erlösenden Leiden
vereinen.“ (KKK
1505)
In der Kirche setzt Christus Seine Nähe zu den Kranken und
Seine gnadenhafte Hilfe für gesundheitlich bedrohlich
angegriffenen Menschen durch das Sakrament der
Krankensalbung fort.
(Fortsetzung
folgt)