Krankensalbung
– ein Sakrament für die Kranken
März 2007
Im Jakobusbrief lesen wir: „Ist einer von euch krank? Dann
rufe er die Presbyter der Kirche zu sich; sie sollen Gebete
über ihn sprechen und ihn im Namen des Herrn mit Öl salben.
Das gläubige Gebet wird den Kranken retten, und der Herr
wird ihn aufrichten; wenn er Sünden begangen hat, werden
sie ihm vergeben“ (Jak
5, 14-15). Die
Überlieferung hat in diesem Ritus eines der sieben
Sakramente der Kirche erkannt. (vgl. KKK
1510)
Die Feier des Sakramentes der Krankensalbung „besteht im
Wesentlichen in der Salbung der Stirn und der Hände des
Kranken ... mit Öl, das wenn möglich, vom Bischof geweiht
wurde“ (KKKKomp. 318)
und der Priester
„dabei einmal folgende Worte spricht: ‚Durch diese heilige
Salbung helfe dir der Herr in seinem reichen Erbarmen, er
stehe dir bei mit der Kraft des Heiligen Geistes: Der Herr,
der dich von Sünden befreit, rette dich, in seiner Gnade
richte er dich auf.“ (KKK
1513) „Die
Krankensalbung kann nur von Priestern (Bischöfen oder
Presbytern) gespendet werden.“ (KKK Komp.
317)
Die Krankensalbung „ist nicht nur das Sakrament derer, die
sich in äußerster Lebensgefahr befinden. Daher ist der
rechte Augenblick für ihren Empfang sicher schon gegeben,
wenn der Gläubige beginnt, wegen Krankheit oder
Altersschwäche in Lebensgefahr zu geraten“ (Vat. II,
SC
73)
„Wenn ein Kranker, der die Salbung empfangen hat, wieder
gesund wird, kann er, falls er wiederum schwer erkrankt,
dieses Sakrament von neuem empfangen. Im Laufe der gleichen
Krankheit darf dieses Sakrament wiederholt werden, wenn der
Zustand sich verschlimmert. Es ist angebracht, die
Krankensalbung zu empfangen, wenn man vor einer schweren
Operation steht. Das gleiche gilt für Betagte, deren Kräfte
zu versagen beginnen.“ (KKK
1515)
Sie „verleiht eine besondere Gnade, die den Kranken zu
seinem eigenen Wohl und zum Wohl der ganzen Kirche noch
inniger mit dem Leiden Christi vereint, ihm Trost, Friede,
Mut und auch die Vergebung der Sünden schenkt, wenn der
Kranke nicht beichten konnte. Manchmal, wenn Gott es will,
gewährt dieses Sakrament auch die Genesung des Leibes. In
jedem Fall bereitet diese Salbung den Kranken auf den
Hinübergang in das Haus des Vaters vor.“
(KKK
Komp. 319)