Das Sakrament der Ehe 1 
Dezember 2007
 
„Die Heilige Schrift sagt, dass Mann und Frau füreinander geschaffen sind: ‚Es ist nicht gut, dass der Mensch allein bleibt’ (
Gen 2,18).“ (KKK 1605)
„ Gott, der den Menschen aus Liebe erschaffen hat, hat ihn auch zur Liebe berufen, welche die angeborene, grundlegende Berufung jedes Menschen ist. Der Mensch ist ja nach dem Bild Gottes erschaffen, Der selbst Liebe ist. Da ihn Gott als Mann und Frau geschaffen hat, wird ihre gegenseitige Liebe ein Bild der unverbrüchlichen, absoluten Liebe, mit der Gott den Menschen liebt. Diese ist in den Augen des Schöpfers gut, ja sehr gut.“ (
KKK 1604)
„In seiner Predigttätigkeit lehrte Jesus unmissverständlich den ursprünglichen Sinn der Vereinigung von Mann und Frau, wie sie der Schöpfer zu Beginn gewollt hatte: … die eheliche Vereinigung von Mann und Frau sei unauflöslich – Gott selbst habe sie geschlossen: ‚Was aber Gott verbunden hat, das darf der Mensch nicht trennen’ (
Mt 19,6).“ (KKK 1614)

„Die christlichen Gatten ... haben … in ihrem Lebensstand und in ihrer Ordnung ihre eigene Gabe im Volk Gottes “ (
LG 11) . Diese eigene Gnade des Ehesakramentes ist dazu bestimmt, die Liebe der Gatten zu vervollkommnen und ihre unauflösliche Einheit zu stärken. Kraft dieser Gnade fördern sich die Gatten ‚gegenseitig im ehelichen Leben sowie der Annahme und Erziehung der Nachkommenschaft zur Heiligung’ (LG 11).“ (KKK 1641)

„Christus ist der Quell dieser Gnade. … Er bleibt bei ihnen und gibt ihnen die Kraft, ihr Kreuz auf sich zu nehmen und ihm so nachzufolgen, aufzustehen, nachdem sie gefallen sind, einander zu vergeben, die Last des andern zu tragen, sich einander unterzuordnen ‚in der gemeinsamen Ehrfurcht vor Christus’ (
Eph 5,21) und in zarter, fruchtbarer übernatürlicher Liebe einander zu lieben. In den Freuden ihrer Liebe und ihres Familienlebens gibt Er ihnen schon hier einen Vorgeschmack des Hochzeitsmahles des Lammes.“ (KKK 1642)

„Wie vermag ich das Glück jener Ehe zu schildern, die von der Kirche geeint, vom Opfer gestärkt und vom Segen besiegelt ist, von den Engeln verkündet und vom Vater anerkannt? ... Welches Zweigespann: Zwei Gläubige mit einer Hoffnung, mit einem Verlangen, mit einer Lebensform, in einem Dienste; Kinder eines Vaters, Diener eines Herrn! Keine Trennung im Geist, keine im Fleisch, sondern wahrhaft zwei in einem Fleisch. Wo das Fleisch eines ist, dort ist auch der Geist eins“ (Tertullian,
ux. 2,9).