Weg zur Heiligkeit im Sakrament der Ehe
Fastenzeit 2008
 
„Die christliche, eheliche Liebe hat etwas Totales an sich, das alle Dimensionen der Person umfasst: Sie betrifft Leib und Instinkt, die Kraft des Gefühls und der Affektivität, das Verlangen von Geist und Willen; sie ist auf eine zutiefst personale Einheit hingeordnet, die über das leibliche Einswerden hinaus dazu hinführt, ein Herz und eine Seele zu werden; sie fordert Unauflöslichkeit und Treue in der endgültigen gegenseitigen Hingabe und ist offen für die Fruchtbarkeit. In einem Wort, es handelt sich um die normalen Merkmale jeder natürlichen ehelichen Liebe, jedoch mit einem neuen Bedeutungsgehalt, der sie nicht nur läutert und festigt, sondern so hoch erhebt, dass sie Ausdruck spezifisch christlicher Werte werden.“ (Joh. Paul II.,
Familiaris consortio, 13)

„Sich lebenslang an einen Menschen binden, kann schwierig, ja unmöglich erscheinen. Umso wichtiger ist es, die frohe Botschaft zu verkünden, dass Gott uns mit einer endgültigen, unwiderruflichen Liebe liebt, dass die Gatten an dieser Liebe teilhaben, dass diese sie trägt und stützt, und dass sie durch ihre Treue Zeugen der treuen Liebe Gottes sein können. Die Gatten, die mit der Hilfe Gottes in oft sehr schwierigen Verhältnissen dieses Zeugnis geben, verdienen den Dank und den Beistand der kirchlichen Gemeinschaft.“ (
KKK 1648)

„Christus wollte im Schoß der heiligen Familie Josefs und Marias zur Welt kommen und aufwachsen. Die Kirche ist nichts anderes als die ‚Familie Gottes’. Von Anfang an wurde der Kern der Kirche oft von denen gebildet, die ‚mit ihrem ganzen Haus’ gläubig geworden waren (Vgl.
Apg 18,8) . Als sie sich bekehrten, wünschten sie auch, dass „ihr ganzes Haus“ das Heil erlange. Diese gläubig gewordenen Familien waren Inseln christlichen Lebens in einer ungläubigen Welt.“ (KKK 1655)

„Heute, in einer Welt, die dem Glauben oft fernsteht oder sogar feind ist, sind die christlichen Familien als Brennpunkte lebendigen, ausstrahlenden Glaubens höchst wichtig. Darum nennt das Zweite Vatikanische Konzil die Familie nach einem alten Ausdruck ‚Ecclesia domestica’ [Hauskirche] (
LG 11) . Im Schoß der Familie ‚sollen die Eltern durch Wort und Beispiel für ihre Kinder die ersten Glaubensboten sein und die einem jeden eigene Berufung fördern, die geistliche aber mit besonderer Sorgfalt’ (LG 11) .“ (KKK 1656)