Ich glaube an
den Heiligen Geist
Sommer
2008
Wir sind bei unserer Taufe auf den Namen des Vater, des
Sohnes und des Heiligen Geistes getauft worden und bekennen
uns dazu jedes Mal wenn wir das Kreuzzeichen machen oder
das Glaubensbekenntnis beten.
„‚Heiliger Geist’ ist der Name dessen, den wir mit dem
Vater und dem Sohn anbeten und verherrlichen. Die Kirche
hat diesen Namen vom Herrn übernommen und spricht ihn bei
der Taufe ihrer neuen Kinder aus. Der Ausdruck ‚Geist’ gibt
das hebräische Wort ‚Ruach’ wieder, das zunächst Hauch,
Luft, Wind bedeutet. Jesus gebraucht das eindrucksvolle
Bild vom Wind, um Nikodemus das ganz Neue dessen verspüren
zu lassen, der der Hauch Gottes, der göttliche Geist in
Person ist. Andererseits sind ‚Geist’ und ‚heilig’
göttliche Eigenschaften, die den drei göttlichen Personen
gemeinsam sind. Die Schrift, die Liturgie und die Sprache
der Theologie verbinden die beiden Begriffe, um die nicht
in Worte zu fassende Person des Hl. Geistes zu bezeichnen,
ohne dass eine Verwechslung mit den anderen Verwendungen
der Begriffe ‚Geist’ und ‚heilig’ möglich ist.“
(KKK
691 )
Unter den verschiedenen Sinnbildern für den Hl. Geist, wie
wir sie in der Hl. Schrift finden, und die allesamt die
Bewegung und Lebendigkeit betonen, wollen wir das Feuer
herausgreifen. „Während das Wasser die Geburt und die
Fruchtbarkeit des Lebens versinnbildet, das im Heiligen
Geist geschenkt wird, symbolisiert das Feuer die
verwandelnde Kraft der Taten des Hl. Geistes. Der Prophet
Elija, der „aufstand wie Feuer und dessen Wort wie ein
flammender Ofen war (Sir
48,1) , zieht durch
sein Gebet auf das Opfer vom Berge Karmel Feuer vom Himmel
herab – Sinnbild des Feuers des Hl. Geistes, Der, was Er
erfasst, umwandelt. Johannes der Täufer, der ‚mit dem Geist
und mit der Kraft des Elija dem Herrn vorangeht’
(Lk 1,17), kündigt Christus als den
an, der ‚mit dem Hl. Geist und mit Feuer tauft’
(Lk 3,16) . Von diesem Geist wird
Jesus sagen: ‚Ich bin gekommen, um Feuer auf die Erde zu
werfen. Wie froh wäre ich, es würde schon brennen’
(Lk 12,49) . In ‚Zungen wie von
Feuer’ kommt der Heilige Geist am Pfingstmorgen auf die
Jünger herab und erfüllt sie (Apg
2,3-4) . In der
geistlichen Überlieferung bleibt diese Symbolik des Feuers
eines der sprechendsten Sinnbilder des Wirkens des Hl.
Geistes. ‚Löscht den Geist nicht aus!’ (1 Thess
5,19) .“
(KKK
696)