Der Heilige
Geist, die Gabe Gottes an uns
Juni
2009
Beim
letzten Abendmahl gibt Jesus seinen Jüngern die Verheißung:
ich werde den Vater bitten und er wird euch einen anderen
Beistand geben, der für immer bei euch bleiben soll. Es ist
der Geist der Wahrheit.“ (Joh
14,16-17). Am
Pfingsttag wurde die besondre Ausgießung des Heiligen
Geistes geschenkt: „Alle wurden mit dem Heiligen Geist
erfüllt“ (Apg
2,4). Diese
Ausgießung des Heiligen Geistes war kein einmaliges
Geschehen, sondern der Beistand wirkt in den Gläubigen
weiter, wie der heilige Paulus an die Römer schreibt: „die
Liebe Gottes ist ausgegossen in unsere Herzen durch den
Heiligen Geist, der uns gegeben ist.“ (5,5) „Die Liebe ist
die erste Gabe; sie enthält alle weiteren Gaben.“
(KKK
733) „Gott gibt uns
das ‚Angeld’, die ‚Anzahlung’ für unser Erbe: das Leben der
heiligsten Dreifaltigkeit, das darin besteht, zu lieben,
wie er uns geliebt hat. Diese Liebe ist das Prinzip des
neuen Lebens in Christus, das möglich geworden ist, weil
wir ‚die Kraft des Heiligen Geistes empfangen’ haben
(Apg
1,8).“
(KKK
735)
So dürfen auch wir mit bereitem Herzen die reichen Gaben,
die uns der Heilige Geist in Seiner Liebe schenken möchte,
erwarten. Alles was in und von den Seelen, sowie in und von
der Kirche an Heiligkeit und Gutem gewirkt wird, ist Gabe
des Heiligen Geistes. So sind die Gaben des Heiligen
Geistes gleichsam unzählbar, auch wenn unter ihnen die
sieben Gaben des Heiligen Geistes, wie sie der Katechismus
lehrt (vgl. KKK
1831), eine
hervorragende Stellung einnehmen.
Doch wozu dienen die so vielfältigen Gaben des Heiligen
Geistes? Gott schenkt sie uns zu unserer Heiligung, damit
wir eins mit Ihm werden, damit wir Seinem Plan entsprechend
unseren Auftrag in dieser Welt erfüllen können. Der Geist
schenkt Seine Gaben ebenso wie am Pfingstfest in Jerusalem,
um die Kirche, das beginnende Reich Gottes, hier auf Erden
auf zu bauen.
„Kraft dieser Macht des Geistes können die Kinder Gottes
Frucht bringen. Er, der uns dem wahren Weinstock
aufgepfropft hat, wird uns „die Frucht des Geistes“ tragen
lassen: „Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit,
Güte, Treue, Sanftmut und Selbstbeherrschung“
(Gal
5,22-23).“
(KKK
736)