Die Taufe -
Geburt zum neuen Leben in Christus
März
2005
„Die heilige Taufe ist die Grundlage des ganzen
christlichen Lebens, das Eingangstor zum Leben im Geiste
und zu den anderen Sakramenten. Durch die Taufe werden wir
von der Sünde befreit und als Söhne Gottes wiedergeboren;
wir werden Glieder Christi.“ (KKK 1213) Christus trug
seinen Aposteln vor der Himmelfahrt auf: „Geht zu allen
Völkern, und macht alle Menschen zu Meinen Jüngern, tauft
sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des
Heiligen Geistes.“ (Mt 28,19-20)
Taufen bedeutet „eintauchen“. In der Taufe werden wir in
Wasser getaucht, bzw. mit Wasser übergossen. Es
versinnbildet das Begrabenwerden des Taufbewerbers in den
Tod Christi, aus dem er durch die Auferstehung mit Ihm als
eine „neue Schöpfung“ (2 Kor 5,17) hervorgeht. So bewirken
Christus und der Heilige Geist in der Taufe die Heiligung
und Rechtfertigung des Menschen (vgl. 1 Kor 6,11) ;
sämtliche Sünden, die Erbsünde, persönliche Sünden und alle
Sündenstrafen werden nachgelassen – es verbleibt nichts,
was am Eintritt in das Reich Gottes hindern würde. (vgl.
KKK 1263)
„Der Glaube, der für die Taufe erforderlich ist, muss nicht
vollkommen reif sein; es genügt ein Ansatz, der sich
entwickeln soll, so wird an den Katechumenen oder seinen
Paten die Frage gerichtet: ‚Was erbittest du von der Kirche
Gottes?‘ Und er antwortet: ‚Den Glauben‘.“ (KKK 1253) Bei
der Taufe von Kindern ist es in den ersten Jahren vor allem
Aufgabe der Eltern und des Paten an das getaufte Kind den
Glauben weiter zu geben, damit es Christus kennen lernt.
Durch die Eingliederung in die Kirche, den mystischen Leib
Christi, die in der Taufe vollzogen wird, hat dieses
Sakrament auch eine gemeinschaftliche Dimension. Wir sind
„als Glieder miteinander verbunden“ (Eph 4,25) , um zu
„einem geistigen Haus“ und zu einer „heiligen
Priesterschaft“ aufgebaut zu werden.“ (1 Petr 2,5)
Ein sakramentales Siegel wurde in uns geprägt, das keine
Sünde auslöschen kann und uns zur christlichen
Gottesverehrung bestellt. (vgl. KKK 1273) „Das Taufsiegel
befähigt und verpflichtet die Christen, in lebendiger
Teilnahme an der heiligen Liturgie der Kirche Gott zu
dienen und durch das Zeugnis eines heiligen Lebens und
einer tatkräftigen Liebe das Priestertum aller Getauften
auszuüben“, (ebd.) in der Erwartung der seligen Gottesschau
und in der Hoffnung der Auferstehung. (vgl. KKK
1274)