Der heilige Erzengel Gabriel
September 2013

Der heilige Erzengel Gabriel ist uns besonders durch den Beginn des Lukasevangeliums vertraut. Er erscheint zuerst Zacharias im Tempel und verkündet ihm die Erhörung seines Gebetes , dass seine Frau Elisabeth ein Kind empfangen wird (vgl. Lk 1,11-20). Zacharias glaubt dem Engel nicht und wurde bis zur Erfüllung der Worte des Engels taub und stumm. Danach erscheint St. Gabriel der Gottesmutter, die die Frohe Botschaft mit gläubigem Herzen aufnimmt (vgl. Lk 1,26-38).

In diesen beiden Stellen wird die Aufgabe des Engels als Boten besonders deutlich. Sie stehen im Dienst GOTTES und erfüllen Seinen Auftrag. St. Gabriel verkündet ganz selbstlos, was GOTT ihm aufgetragen hat. Es geht darum, den Menschen den Willen GOTTES kund zu tun. Sobald die Botschaft übermittelt ist und der Mensch die Antwort gegeben hat, entschwindet er - was aber nicht sagt, dass er weiterhin auf unsichtbare Weise dem Menschen beisteht bei der Erfüllung des Willens GOTTES.

Der Mensch hat bei der Erscheinung des Engels die Aufgabe die Botschaft GOTTES aufzunehmen und ihr Folge zu leisten. Wie man an Zacharias sieht, wird trotz der Größe der Erscheinung dem Menschen die Freiheit nicht genommen. Er kann sich gegen den Plan GOTTES entscheiden, muss aber die Kon­sequenzen tragen. Letzt­endlich dürfen wir aber an Zacharias erkennen, dass GOTT, trotz des menschlichen Unglaubens, Pläne der Barmherzigkeit hat und der Vater von Johannes dem Täufer mit Jubel das Erbarmen GOTTES preist. Denn die Engel sind gesandt, um den Menschen zu prüfen und ihm in der Prüfung zu helfen.

Bei der Jungfrau von Nazareth findet St. Gabriel ein ganz bereites Herz. Sie nimmt die Botschaft des Engels auf und gibt die von GOTT erhoffte Antwort. Menschen wie MARIA zu finden, die GOTTES kein Hindernis in den Weg stellen, ist für die heiligen Engel eine Freude. Möge St. Gabriel und seine himmlischen Brüder viele Menschen finden, die ein offenes und bereites Herz wie MARIA haben.