Christus gibt
sich uns zur Speise
Dezember 2005
Die hl. Messe ist Opfergedächtnis, in welchem das
Kreuzesopfer für immer fortlebt, und das heilige
Mahl der Kommunion mit dem Leib und Blut des
Herrn. (vgl. KKK
1382) „Die Feier
des eucharistischen Opfers ist ganz auf die innige
Vereinigung mit Christus durch die Kommunion ausgerichtet.“
(ebd.) Der Herr richtet an uns eine eindringliche Einladung
ihn im Sakrament der heiligsten Eucharistie zu empfangen:
„Wenn ihr das Fleisch des Menschensohnes nicht esst und
Sein Blut nicht trinkt, habt ihr das Leben nicht in euch.“
(Joh 6,53)
Der Moment des sakramentalen Einsseins mit Christus
muss vorbereitet
sein, damit
wir nicht unwürdig seinen Leib empfangen. (vgl. 1 Kor
11,27-29) „Wer sich einer schweren Sünde bewusst ist, muss
das Sakrament der Buße empfangen, bevor er die Kommunion
empfängt.“ (KKK 1385) Ebenso beachten wir das von der
Kirche vorgeschriebene Fasten (eine Stunde vor der
Kommunion, ausgenommen Wasser und Arznei) und zeigen durch
Kleidung und Gesten unsere Ehrfurcht, Freude und eine
Feierlichkeit, um diesem Moment zu entsprechen, in dem
Christus unser Gast wird. (vgl. KKK 1387)
„Die Kirche verpflichtet die Gläubigen an jedem Sonntag und
an den gebotenen Feiertagen an der heiligen Messe
teilzunehmen. Sie empfiehlt den Messbesuch auch an den
anderen Tagen.“ (KKK Kompendium 289) Weiters „empfiehlt die
Kirche den Gläubigen, die an der heiligen Messe teilnehmen,
auch die heilige Kommunion unter den notwendigen
Voraussetzungen zu empfangen. Sie schreibt dies
verpflichtend wenigstens an Ostern vor.“ (ebd. 290)
Die hauptsächliche Frucht der
Kommunion ist die Vereinigung mit
Christus. Der Herr sagt ja: „Wer Mein Fleisch isst und Mein
Blut trinkt, der bleibt in Mir, und ich bleibe in ihm.“
(Joh 6,56) So nährt Christus unser geistliches Leben, Er
„bewahrt, vermehrt und erneuert das in der Taufe erhaltene
Gnadenleben.“ (KKK 1392) Die Eucharistie stärkt auch die
Liebe, die im täglichen Leben zu erkalten droht, sie tilgt
lässliche Sünden und bewahrt uns vor zukünftigen Todsünden.
Ferner baut die Eucharistie die Kirche auf, und ist die
höchste sakramentale Darstellung der Gemeinschaft der
Kirche. (vgl. Joh. Paul II., Ecclesia de Eucharistia 38)
So dürfen wir das Geschenk der Eucharistie neu entdecken
als Licht und
Kraftquelle für unser tägliches Leben in der Welt, in der Ausübung
der jeweiligen Berufe und im Kontakt mit den
verschiedensten Situationen. (vgl. Joh. Paul II., Mane
nobiscum Domine 30).