Firmung –
Stärkung im Heiligen Geist
März
2006
„Zusammen mit der Taufe und der Eucharistie bildet das
Sakrament der Firmung die Sakramente der christlichen
Initiation.“ (KKK
1285) Durch die
Firmung werden die Getauften „vollkommener der Kirche
verbunden und mit der besonderen Kraft des Heiligen Geistes
ausgestattet; so sind sie noch strenger verpflichtet den
Glauben als wahre Zeugen Christi in Wort und Tat zugleich
zu verbreiten und zu verteidigen.“ (Vat. II.,
Lumen
Gentium 11)
Christus verhieß wiederholt die Ausgießung des Heiligen
Geistes und löste Sein Versprechen vorerst am Ostertag ein
(vgl. Joh
20,22) und noch
offensichtlicher am Pfingsttag. (vgl. Apg
2,1-4) Die
Apostelgeschichte berichtet uns wie die Apostel Petrus und
Johannes nach Samaria zogen, den Gläubigen, die vom Diakon
Philippus getauft worden waren, die Hände auflegten und
diese den Heiligen Geist empfingen. (Vgl.
Apg
8,14-17)
„Die Wirkung der Firmung ist die besondere Ausgießung des
Heiligen Geistes, wie einst an Pfingsten. Diese Ausgießung
prägt der Seele ein unauslöschliches Siegel ein und führt
zum Wachstum der Taufgnade: Sie verwurzelt tiefer in der
Gotteskindschaft; sie vereint fester mit Christus und mit
Seiner Kirche; sie verstärkt in der Seele die Gaben des
Heiligen Geistes; sie schenkt eine besondere Kraft, um für
den christlichen Glauben Zeugnis abzulegen.“
(KKK
Kompendium 268) „Es ist ratsam, dass die
Firmlinge wie bei der Taufe die geistige Hilfe eines Paten
oder einer Patin in Anspruch nehmen.“ (KKK
1311)
„Die Vorbereitung der Firmung muss darauf hin zielen, den
Christen zu einer engeren Einheit mit Christus, zu einer
lebendigeren Vertrautheit mit dem Heiligen Geist, Seinem
Wirken, Seinen Gaben und seinen Anregungen führen, damit er
so die apostolischen Verpflichtungen des christlichen
Lebens besser auf sich nehmen kann.“ (KKK
1309)
Im Osten wird die Firmung unmittelbar nach der Taufe
gespendet. In der lateinischen Kirche sollte dieses
Sakrament gespendet werden, wenn das Alter des
Vernunftgebrauchs erreicht ist. (Vgl. KKK
1318)
Der wesentliche Ritus der Firmung besteht darin, dass der
Getaufte auf der Stirn mit dem heiligen Chrisam gesalbt
wird. Dabei legt der Spender ihm die Hand auf und sagt:
„Sei besiegelt durch die Gabe Gottes, den Heiligen Geist.“
(vgl. KKK
1320)