Das Sakrament
der Buße
Dienst der Kirche zur Versöhnung mit Gott
Juni
2006
Der Christ wurde in der Taufe rein und heilig und untadelig
vor Gott gemacht (vgl. Eph
1,4) , „so wie die
Kirche selbst, die Braut Christi, ‚heilig‘ und ‚makellos‘
ist.“ (KKK
1426).
Dieses neue Leben in Christus hat jedoch die Schwächen und
Gebrechlichkeiten der menschlichen Natur nicht behoben und
auch nicht die Neigung zur Sünde (Konkupiszenz) von uns
genommen.
Diese Schwäche verbleibt in uns, damit wir uns mit der
Gnade Christi im christlichen Leben bewähren können.
Gleichzeitig machen wir die traurige Erfahrung: unser Leben
entspricht nicht dem Ruf zur Heiligkeit, der an uns durch
die Taufe ergangen ist. Darum ergeht der Ruf Christi zur
Umkehr auch weiterhin an uns. (vgl. KKK Kompendium
299) „Die Umkehr
ist eine fortwährende Aufgabe für die ganze Kirche, die
heilig ist, aber in ihrem Schoß Sünder umfasst.“ (ebd.)
Diese Umkehr wird in uns in besonderer Weise wirksam durch
den Empfang des Bußsakramentes, das der auferstandene Herr
einsetzte, „als Er sich am Osterabend seinen Aposteln
zeigte und zu ihnen sprach: ‚Empfangt den Heiligen Geist!
Wem ihr die Sünden vergebt, dem sind sie vergeben, wem ihr
die Vergebung verweigert, dem ist sie verweigert.‘
(Joh
20,22-23).“
(KKK
Kompendium 298)
Diesen Dienst der Versöhnung üben die Nachfolger der
Apostel, die Bischöfe, und ihre Mitarbeiter die Priester.
Sie „haben kraft des Sakramentes der Weihe die Vollmacht
erhalten „im Namen des Vaters und des Sohnes und des
Heiligen Geistes“ alle Sünden zu vergeben.“
(KKK
1461)
„Wenn der Priester das Bußsakrament spendet, versieht er
den Dienst des Guten Hirten, der nach dem verlorenen Schaf
sucht; den des guten Samariters, der die Wunden verbindet;
den des Vaters, der auf den verlorenen Sohn wartet und ihn
bei dessen Rückkehr liebevoll aufnimmt; den des gerechten
Richters, der ohne Ansehen der Person ein zugleich
gerechtes und barmherziges Urteil fällt. Kurz, der Priester
ist Zeichen und Werkzeug der barmherzigen Liebe Gottes zum
Sünder.“ (KKK
1465)
Fortsetzung
folgt.